Studierende haben Geschmack
Repräsentative Umfrage zeigt: Studenten wollen gesünderes Mensen-Essen. Erfolgreiches Pilotprojekt in Salzburg.
(Salzburg, Wien 30.6.2008) Die Diskussion um steigende Lebensmittelpreise und Klimawandel hat Studierende zunehmend sensibilisiert, nicht nur was die Qualität, sondern auch, was die Herkunft ihres Mensenmahls betrifft: Österreichs Studenten essen einfach nicht (mehr) alles! Eine neue Umfrage räumt nun mit dem Mythos auf, dass Hochschüler bloß satt werden wollen: Ganz im Trend der Zeit bevorzugen sie bio, saisonales Obst und Gemüse sowie fett- und fleischarme Speisen. Das bestätigt nun eine repräsentative Befragung von gutessen consulting, die im Rahmen eines Projektes des Lebensministeriums an der Universität Salzburg und an der Fachhochschule Joanneum Graz durchgeführt wurde. Frische, Leichtigkeit, purer Geschmack und Regionalität, so lauten die erhobenen Wünsche.
Wünsche im Einklang mit Nachhaltigkeit
Die Ergebnisse im Detail: An vorderster Stelle liegt bei der Studenten-Befragung der Wunsch nach heimischen und saisonalen Lebensmitteln. Auch ein verbessertes Salat-Angebot und leichtere, fettärmere Speisen sind vordringlicher Wunsch. Ebenso mehr Bioprodukte und mehr vegetarische Menüs. Durchwegs abgelehnt werden Fertigprodukte und Konserven. Als unterschiedlich groß erweist sich die Bereitschaft, für mehr Qualität tiefer ins Geldbörsel zu greifen: Fast die Hälfte der Befragten zeigten sich bereit, 10% mehr für bio zu zahlen, ein Viertel würde bis zu 20% mehr bezahlen, und immerhin noch 5% wären sogar bereit, um ein Drittel mehr auszugeben. Interessant ist, dass sich die Wünsche der Hochschüler mit dem Leitbild einer "nachhaltigen Ernährung" decken: Die Studierenden möchten nicht immer Fleisch, statt dessen mehr schmackhafte Gemüsegerichte und Salate. Dieser Trend ist gesünder und schützt auch die Umwelt. Die Tierproduktion trägt im Ernährungsbereich am meisten zum Treibhauseffekt bei. Die massiven Futtermittelimporte aus Entwicklungs- und Schwellenländern reduzieren die dort verfügbare Agrarfläche für den Eigenbedarf der Bevölkerung- über ein Drittel der Weltgetreideernte wird an Tiere verfüttert. Die von den Studierenden bevorzugten Bio-Lebensmittel verbrauchen um ein Drittel weniger Primärenergie, verursachen um die Hälfte weniger Treibhausgasemissionen, führen zu besserer Bodenqualität und größerer Artenvielfalt. Die eingeforderte Regionalität wiederum verringert den Transportaufwand und somit den Energieeinsatz. Die gewünschte Naturbelassenheit der Speisen verringert ebenfalls die Umweltbelastung: Lauter Kriterien, die für den "ökologischen Fußabdruck" wichtig sind.
Erfolgreiches Pilotprojekt in Salzburg
Die Universitätsverwaltungen wissen, dass sie mitentscheiden können, was in den Mensen serviert wird. Besonders rasche Konsequenzen aus der Umfrage zog die Uni Salzburg sowie die Fachhochschule Joanneum in Graz: Die Mensenbetriebs GesmbH, die österreichweit 4 Millionen Tischgäste jährlich verpflegt, hat die Menüs an der Uni Salzburg nun nachhaltiger gestaltet: Milchprodukte, Nudeln, Tofu und saisonale Gemüse sind ab jetzt zu 100% bio, auch Säfte stammen von Biobauern oder werden direkt in der Mensa frisch gepresst. Das Angebot am Salatbuffet wurde mit Saisonsalaten erweitert, es gibt mehr frische und leichte Speisen. Jörg Tiefenbacher, Regionalverantwortlicher der Mensen Betriebs GmbH in Salzburg "Bei uns essen täglich ca. 800 anspruchsvolle Gäste. Das Bioangebot, die leichten Gerichte, etwa aus dem Wok, und jetzt im Sommer besonders das neue Salatbuffet kommen sehr gut an." Elisabeth Werner, Leiterin der zentralen Wirtschaftsdienste an der Uni Salzburg, ergänzt: "wir haben uns um dieses Projekt beworben, weil uns die Qualität der Verpflegung von Studierenden, Lehrenden und Angestellten ein besonderes Anliegen ist."
"Universitäten, Fachhochschulen und Hochschulen sind Impulsgeber und Ort der Umsetzung von nachhaltiger Entwicklung", sagt Peter Ivaniewicz vom Lebensministerium, dem Auftraggeber des Projektes. "Die Art der Verpflegung ist nicht bloß gesundheitspolitisch relevant: Was auf die Teller kommt, hat auch enorme ökologische, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen." Das Rad nicht neu erfinden: Den 21 Universitäten, 12 Privatuniversitäten, 20 Fachhochschulen und 9 Pädagogischen Hochschulen Österreichs werden die Ergebnisse der Pilotprojekte sowie ein Kriterien- und Umsetzungskatalog für eine nachhaltige Verpflegung an Universitäten, Fachhochschulen und Hochschulen zur Verfügung gestellt.
Durchgeführt wurde das Projekt "Nachhaltige Verpflegung an Universitäten, Fachhochschulen und Hochschulen" von "gutessen consulting". Ziel des Projektes ist es, für eine nachhaltige Verpflegung zu sensibilisieren und Mensen-Speisepläne gesünder und ökologischer zu gestalten. Gutessen consulting wurde durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft mit der Durchführung des Projekts beauftragt.
Die Umfrage im Detail: www.gutessen.at
Repräsentative Umfrage zeigt: Studenten wollen gesünderes Mensen-Essen. Erfolgreiches Pilotprojekt in Salzburg.
(Salzburg, Wien 30.6.2008) Die Diskussion um steigende Lebensmittelpreise und Klimawandel hat Studierende zunehmend sensibilisiert, nicht nur was die Qualität, sondern auch, was die Herkunft ihres Mensenmahls betrifft: Österreichs Studenten essen einfach nicht (mehr) alles! Eine neue Umfrage räumt nun mit dem Mythos auf, dass Hochschüler bloß satt werden wollen: Ganz im Trend der Zeit bevorzugen sie bio, saisonales Obst und Gemüse sowie fett- und fleischarme Speisen. Das bestätigt nun eine repräsentative Befragung von gutessen consulting, die im Rahmen eines Projektes des Lebensministeriums an der Universität Salzburg und an der Fachhochschule Joanneum Graz durchgeführt wurde. Frische, Leichtigkeit, purer Geschmack und Regionalität, so lauten die erhobenen Wünsche.
Wünsche im Einklang mit Nachhaltigkeit
Die Ergebnisse im Detail: An vorderster Stelle liegt bei der Studenten-Befragung der Wunsch nach heimischen und saisonalen Lebensmitteln. Auch ein verbessertes Salat-Angebot und leichtere, fettärmere Speisen sind vordringlicher Wunsch. Ebenso mehr Bioprodukte und mehr vegetarische Menüs. Durchwegs abgelehnt werden Fertigprodukte und Konserven. Als unterschiedlich groß erweist sich die Bereitschaft, für mehr Qualität tiefer ins Geldbörsel zu greifen: Fast die Hälfte der Befragten zeigten sich bereit, 10% mehr für bio zu zahlen, ein Viertel würde bis zu 20% mehr bezahlen, und immerhin noch 5% wären sogar bereit, um ein Drittel mehr auszugeben. Interessant ist, dass sich die Wünsche der Hochschüler mit dem Leitbild einer "nachhaltigen Ernährung" decken: Die Studierenden möchten nicht immer Fleisch, statt dessen mehr schmackhafte Gemüsegerichte und Salate. Dieser Trend ist gesünder und schützt auch die Umwelt. Die Tierproduktion trägt im Ernährungsbereich am meisten zum Treibhauseffekt bei. Die massiven Futtermittelimporte aus Entwicklungs- und Schwellenländern reduzieren die dort verfügbare Agrarfläche für den Eigenbedarf der Bevölkerung- über ein Drittel der Weltgetreideernte wird an Tiere verfüttert. Die von den Studierenden bevorzugten Bio-Lebensmittel verbrauchen um ein Drittel weniger Primärenergie, verursachen um die Hälfte weniger Treibhausgasemissionen, führen zu besserer Bodenqualität und größerer Artenvielfalt. Die eingeforderte Regionalität wiederum verringert den Transportaufwand und somit den Energieeinsatz. Die gewünschte Naturbelassenheit der Speisen verringert ebenfalls die Umweltbelastung: Lauter Kriterien, die für den "ökologischen Fußabdruck" wichtig sind.
Erfolgreiches Pilotprojekt in Salzburg
Die Universitätsverwaltungen wissen, dass sie mitentscheiden können, was in den Mensen serviert wird. Besonders rasche Konsequenzen aus der Umfrage zog die Uni Salzburg sowie die Fachhochschule Joanneum in Graz: Die Mensenbetriebs GesmbH, die österreichweit 4 Millionen Tischgäste jährlich verpflegt, hat die Menüs an der Uni Salzburg nun nachhaltiger gestaltet: Milchprodukte, Nudeln, Tofu und saisonale Gemüse sind ab jetzt zu 100% bio, auch Säfte stammen von Biobauern oder werden direkt in der Mensa frisch gepresst. Das Angebot am Salatbuffet wurde mit Saisonsalaten erweitert, es gibt mehr frische und leichte Speisen. Jörg Tiefenbacher, Regionalverantwortlicher der Mensen Betriebs GmbH in Salzburg "Bei uns essen täglich ca. 800 anspruchsvolle Gäste. Das Bioangebot, die leichten Gerichte, etwa aus dem Wok, und jetzt im Sommer besonders das neue Salatbuffet kommen sehr gut an." Elisabeth Werner, Leiterin der zentralen Wirtschaftsdienste an der Uni Salzburg, ergänzt: "wir haben uns um dieses Projekt beworben, weil uns die Qualität der Verpflegung von Studierenden, Lehrenden und Angestellten ein besonderes Anliegen ist."
"Universitäten, Fachhochschulen und Hochschulen sind Impulsgeber und Ort der Umsetzung von nachhaltiger Entwicklung", sagt Peter Ivaniewicz vom Lebensministerium, dem Auftraggeber des Projektes. "Die Art der Verpflegung ist nicht bloß gesundheitspolitisch relevant: Was auf die Teller kommt, hat auch enorme ökologische, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen." Das Rad nicht neu erfinden: Den 21 Universitäten, 12 Privatuniversitäten, 20 Fachhochschulen und 9 Pädagogischen Hochschulen Österreichs werden die Ergebnisse der Pilotprojekte sowie ein Kriterien- und Umsetzungskatalog für eine nachhaltige Verpflegung an Universitäten, Fachhochschulen und Hochschulen zur Verfügung gestellt.
Durchgeführt wurde das Projekt "Nachhaltige Verpflegung an Universitäten, Fachhochschulen und Hochschulen" von "gutessen consulting". Ziel des Projektes ist es, für eine nachhaltige Verpflegung zu sensibilisieren und Mensen-Speisepläne gesünder und ökologischer zu gestalten. Gutessen consulting wurde durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft mit der Durchführung des Projekts beauftragt.
Die Umfrage im Detail: www.gutessen.at
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